Wir im Hamburger Abendblatt über den Stormarnplatz

Das Hamburger Abendblatt hat in deren Stormarn-Teil über unsere Stellungnahme zum Stormarnplatz berichtet:

 


Ahrensburgs Kinder- und Jugendbeirat schlägt einen Sechs-Punkte-Plan für Stadtpark vor. Ja zu Tiefgarage und Umzug der Fußballplätze.

Ahrensburg.  Der Ahrensburger Kinder- und Jugendbeirat(KiJuB) hat bei einer Klausurtagung einen Sechs-Punkte-Plan für den Stormarnplatz aufgestellt. Ziel ist der baldige Umbau des zentral hinter dem Rathaus gelegenen, rund 2,5 Hektar großen Areals in einen Stadtpark. „Seit mehr als zwei Jahrzehnten wird über das Projekt diskutiert, es sollte endlich eine höhere Priorität bekommen“, sagt der KiJuB-Vorsitzende Tim Grammerstorf (18).

Sein Mitstreiter Steffen Kahl (19) hat herausgefunden, dass es erste Stadtpark-Ideen sogar schon 1969 gab. „Da wäre der 50. Jahrestag 2019 ein guter Anlass, den Plan endlich umzusetzen“, sagt er. 2001 hatte auch der KiJuB einen Workshop veranstaltet und die daraus entstandenen Stadtpark-Visionen präsentiert. Jetzt machen sich die neuen Mitglieder – damals überwiegend noch Babys – für die Realisierung stark.

Fußballplätze: Die beiden Kunstrasenplätze sollten nicht mehr einzig den Sportvereinen vorbehalten sein, sondern für die Öffentlichkeit freigegeben werden. „Es gibt in der Innenstadt keine Alternative zum Fußballspielen“, sagt Daniel Goetz (17). Deshalb müsste die Anlage, die außerhalb der Trainingszeiten verschlossen ist, noch in diesem Jahr für alle geöffnet werden. Diese Forderung sei auch immer wieder bei Projekten wie „Jugend im Rathaus“ oder in der aktuellen Jugendumfrage erhoben worden, so Goetz. Langfristig sollten die Fußballfelder aus der City ins Gewerbegebiet Beimoor-Süd verlegt werden. Ein modernes und größeres Sportzentrum am Ortsrand bringe der stark wachsenden Stadt mehr Vor- als Nachteile. „Wir haben auch mit Vereinen gesprochen, dort gibt es sowohl Gegner als auch Befürworter dieser Lösung“, sagt Justin Thomsen (17). Nach einem Umzug sei der Stormarnplatz groß genug für einen Park, in dem alle Nutzer von Familien über Jugendliche bis zu Senioren ihre eigenen Bereiche hätten.

Umkleidehaus: Dass das bis zu eine Million Euro teure Gebäude mit Kabinen und Duschen von den Fußballern dringend benötigt wird, sieht auch der KiJuB. Beim Bau im nächsten Jahr sollte aber eine spätere Nutzung berücksichtigt werden. „Das würde eine Umfunktionierung aus finanzieller Sicht einfacher machen“, sagt Tim Grammerstorf.

Tiefgarage: Da Parkplätze in der Innenstadt fehlten, befürwortet der KiJuB eine Tiefgarage unter dem Stormarnplatz – allerdings in geschlossener Form mit dann 480 Plätzen. „Alle anderen Varianten würden den Platz spalten“, sagt Tim Grammerstorf. So sei eine 60 Meter lange und drei Meter breite Schneise im Gespräch. Aber auch einzelne Lichtschächte zerstörten den Park, da sie mit hohen Geländern und Zäunen gesichert werden müssten. Außerdem fielen dadurch Dutzende Parkplätze weg. Und in der dunklen Jahreszeit brächten offene Schächte für die Garage nichts – außer höhere Folgekosten durch Witterung und Verschmutzung. Barrierefreiheit mit Fahrstühlen sei in der geschlossenen Garage auch besser umzusetzen. Schließlich bleibe für die Fläche darüber auch mehr Gestaltungsfreiraum.

Skaterpark: Der vor mehr als 15 Jahren eröffneten Anlageneben dem Peter-Rantzau-Haus, die immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen, ist ihr Alter anzusehen. Einige Stellen sind marode, der Boden abgenutzt. Die Sicherheit sei auch durch Reparaturen nicht mehr zu verbessern. Der KiJuB spricht sich für eine neue Bahn mit drei Strängen und unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für Anfänger, Fortgeschrittene und Erfahrene aus. Der optimale Platz sei auf der geschlossenen Tiefgarage, die daher zunächst fertiggestellt werden sollte.


Multifunktionsplatz:
 Der ehemalige Kinderspielplatz an der Zufahrt zum Stormarnplatz von der Klaus-Groth-Straße steht schon lange leer. „Auf dieser freien Fläche könnte vergleichsweise schnell ein Multifunktionsplatz errichtet werden“, sagt Daniel Goetz. Das könnte parallel zum Bau der Tiefgarage geschehen, damit die Jugendlichen einen Vorgeschmack auf den Park bekommen. Vorbild soll ein Kleinspielfeld auf dem Schulhof des Heimgarten-Zentrums sein.


Stadtpark: Grillmöglichkeiten, Picknicktische, Bänke und Mülleimer, Spiel- und Sportgeräte für alle Altersklassen, ausreichend Fahrradständer an den Zugängen – das schwebt dem KiJuB für das neue Zentrum von Ahrensburg vor. Eine große Grünfläche sollte am Rand mit Büschen und Bäumen bepflanzt werden, in der Mitte aber frei bleiben, damit dort weiterhin Rettungshubschrauber landen können. Freies WLAN und Elektrosäulen rundeten die Vorstellung ab. Ob ein Teich sinnvoll sei, müsse noch erörtert werden.

Eine teilweise Wohnbebauung lehnt der KiJuB klar ab. „Ein moderner Stadtpark würde die Ahrensburger Innenstadt deutlich beleben“, sagt der Vorsitzende Tim Grammerstorf.

© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.